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Fahrt nach Taizé Oktober 2017

 

Fahrt nach Taizé


Samstag, 21. bis Sonntag, 29. Oktober 2017
(in den Herbstferien von NRW)

Den Horizont weiten, Menschen aus aller Herren Ländern treffen, Gott suchen, über den Glauben sprechen, Frankreich (Burgund) kennen lernen:  Das ist Taizé.



 

Taizé ist ein kleines Dorf in Frankreich (Burgund). Dort werden wir Gäste einer internationalen Gemeinschaft von Brüdern sein, an deren Tagesablauf wir teilnehmen, d.h. an den Gebetszeiten in der Kirche, an Bibeleinführungen und Gesprächsgruppen. Außerdem gehören kleinere praktische Arbeiten und freie Zeit dazu.
Wer nach Taizé kommt, ist eingeladen,
- Gemeinschaft mit Gott zu suchen:
Im gemeinsamen Gebet in der Kirche, im Singen, in der Stille, im persönlichen Nachdenken...
- Gemeinschaft mit anderen Menschen verschiedenster Nationen, denen man mit großer Offenheit begegnet.
Sich für eine Woche auf ein Leben in aller Einfachheit einlassen, frei vom Alltag sein, zur Ruhe kommen, Kraft schöpfen, einen Sinn für das eigene Leben (wieder) finden, viele Begegnungen, neue Freunde, eine große Offenheit und starke Gemeinschaft, Freude miteinander teilen ...
Das ist Taizé.

 

 

Die Hin- und Rückfahrt geschieht per Bus.
Die Übernachtungen sind in Gruppenunterkünften.
Die Kosten:
- Jugendliche von 15 bis 18 Jahre: 160 €
- Jugendliche von 19 bis 29 Jahre: 190 €

- Erwachsene auf Anfrage.

Informationsfilm und nähere Details: Sonntag, 21. Mai 2017, 13.00 Uhr im Pfarrheim Heilig Geist
Anmeldung: ab sofort im Pfarrbüro, Spandauer Allee 48, 33619 Bfld; pfarrbuero@hgbi.de oder bei Pfr. Jacobs (0521-16398460) Anmeldezettel in den Schriftenständen. Anmeldung gilt bei Anzahlung: 100,-- €



Erfahrungsbericht von Johanna:

Taizé

Ankommen, frei vom Alltag sein und sich ganz der Einfachheit hingeben.
Das hört sich nach einem schwierigen Lebensstil an, aber in Taizé wird das ganz einfach.
Im Gebet, das 3 Mal am Tag stattfindet, kann man sich ganz Gott hingeben oder über sein eigenes Leben nachdenken.
Durch die Gesänge, die aus einem kurzen, sich einprägenden Grundgedanken bestehen, der oft wiederholt wird, wird man ruhig.
In der Stille, die ca 7 Minuten eines Gebetes einnimmt, hat man Zeit, nachzudenken oder zu beten.
In seiner Freizeit und in Gesprächsgruppen findet man viele Freunde.
In Taizé herrscht eine große Offenheit. Jeder hat ein offenes Ohr für den Anderen. Es ist faszinierend, wie man auf Menschen zugehen kann, egal ob man sie kennt oder nicht und egal, aus welchem Land sie kommen.
Durch die Stimmung entsteht eine starke Gemeinschaft und manchmal unangenehme Gegebenheiten wie z.B die sehr einfach gehaltenen Unterkünfte nehmen eine unwichtige Position ein.
Man lebt zusammen mit anderen Gästen, mit den Brüdern, an deren Leben man teilnehmen darf, und mit den engagierten „Permanents", die dort in Taizé eine längere Zeit verbringen.
Taizé ist eine wunderbare Erfahrung.
Die Gemeinschaft und das Gefühl dort habe ich bisher selten erlebt.



Die Landschaft ist herrlich: Burgund, eine Gegend mit weltberühmten Weinen, geschichtsträchtigen Ortschaften und wunderbarer Natur.

Das Leben auf dem Hügel von Taizé jedoch ist einfach – in Verantwortung vor der weltweiten Gerechtigkeit. Um zum Wesentlichen zu kommen, benötigt der Mensch nicht viel. Tausende Jugendliche aus aller Welt sind jede Woche anwesend: Verständigung trotz Sprachengewirr, Spiele und Lieder aus aller Herren Länder – und vor allem natürlich die wunderbaren Gesänge aus Taizé selbst, die nirgendwo so ursprünglich und selbstverständlich wirken wie an diesem Ort.



 

Warum soll jemand nach Taizé fahren?

 

Das ist eine gute Frage. Was ist Interessantes in dem kleinen Dorf, das in Frankreich, genauer in Burgund, ungefähr 10 km nördlich von Cluny, liegt? Warum fahren dort tausende junge Leute aus aller Welt hin? Warum wird jemand, wenn er nur ein Mal dort war, es nie vergessen?

Alles begann vor rund 75 Jahren zu der Zeit, als ein fünfundzwanzigjähriger junger Mann aus der Schweiz nach Frankreich kam, um seine Idee, eine Ordensgemeinschaft zu gründen, zu realisieren. Er war ein junger evangelischer Christ. Er wollte mit anderen Brüdern die Grenze zwischen verschiedenen Konfessionen überschreiten, und die Konflikte zwischen Christen lösen. Er fand eine ruhige, schöne Stelle in Frankreich und begann dort sein großes Werk. Dies war eben in dem Dorf Taizé. Den jungen Christen kennen wir heute als den charismatischen Frére Roger, der die Communauté von Taizé gründete. 

Die Idee breitete sich vor allem unter den Jugendlichen aus aller Welt aus. Heute treffen sich dort, Woche für Woche, mehrere tausend Jugendliche, um am internationalen Jugendtreffen teilzunehmen. In Sommermonaten sind in Taizé ungefähr 6000 Personen.

Es stellt sich die Frage, was geschieht Besonderes in Taizé, dass die Jugendlichen, die in ihren Alltag keine Zeit und keine Lust haben, sich um Religion und Werte des Lebens zu kümmern, in Taizé die ganze Woche beten, über die Bibel nachdenken, arbeiten, auf die Stille hören und danach, in den nächsten Jahren, gerne zurückkommen.

Ich persönlich war einmal in Taizé. Deswegen versuche ich eine Antwort zu geben. Das ist natürlich nur mein Eindruck, aber von Anfang an, als ich dort ankam, fühlte ich eine besondere Atmosphäre. Obwohl dort sehr viele Leute waren, herrschte überall eine Ordnung, Ruhe und Freude. Als ich die Kirche sah, war ich sofort begeistert. Ich wusste früher, dass in der Kirche alle auf dem Boden sitzen, dass alle Leute hineinpassen müssen, trotzdem aber vermutete ich nicht, dass die Kirche so groß und so schlicht ist! Die Steine mit dem Licht schaffen eine schöne Stimmung zum beten. Der erste Gottesdient war für mich unvergesslich!

In Taizé ist der Gesang sehr wichtig. Diese besonderen Lieder sind extra für Communauté Taizé komponiert worden. Es sind relativ kurze, aber schöne Melodien, man wiederholt sie viele Male, und die dazu gehörenden Texte gibt es in verschiedenen Sprachen, deswegen kann jemand in seiner Muttersprache Gott loben.

Ich stand unter dem großen Eindruck der Samstagsmesse. Am Samstag bekommen nämlich alle Teilnehmer kleine Kerzen, die während der Messe brennen. Auch die Anbetung des Kreuzes spielt eine große Rolle während der Messe. Die letzten drei Tage sind in Taizé  wie ein krönender Abschluss der Woche: jeder Freitag ist wie Karfreitag, jeder Samstag ist wie Karsamstag und an jedem Sonntag feiert man die Auferstehung.

Zurück zur Frage „Warum soll jemand nach Taizé fahren?“ Dazu möchte ich sagen, dass die Zeit in Taizé bereichernd ist. In Taizé erfährt man Ruhe und Frieden und man kann dort Gott spüren. Jemand kann dort eine kleine Reise nach Innen machen, Antworten auf seine Fragen erhalten, und eine bessere Form des Gebetes für sich finden. Die Woche in Taize lässt dem Alltag vergessen. Sie gibt allen Teilnehmern Kraft und Stärkung im Glauben, resultierend in Glück und Freude. Zurück bleibt eine Sehnsucht in der Seele.

Heute kann ich im Brustton der Überzeugung sagen: Wenn es Taizé nicht gäbe, wäre die Welt ein Stück ärmer.

Ein persönlicher Erfahrungsbericht





Bringt Freunde mit! Ladet besonders evangelische Christen ein!


Als Frère Roger noch lebte: Beim Gebet in der Kirche

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