Hauptmenue

Für Freunde der Vögel und ihrer Stimmen

Vogelstimmenspaziergänge


                                        

 


 




Vogel des Jahres 2011


NABU R. Rößner;

 


2011:  Der Gartenrotschwanz

Der Gartenrotschwanz ist eine Vogelart aus der Familie der Fliegenschnäpper. Sein naher Verwandter, der Hausrotschwanz, ist in unseren Breiten in recht großen Zahlen anzutreffen.

Als Höhlen- und Halbhöhlenbrüter bewohnt der Gartenrotschwanz vorwiegend lichte Laubwälder, Parkanlagen und Gärten mit altem Baumbestand. Er zieht aus Afrika über die Sahara, entsprechend früh im Spätsommer macht er sich schon auf den Weg, um bis zu seinen winterlichen Quartieren zu gelangen.

Bei uns hier in Bielefeld sieht es bei den Brutplätzen für den Gartenrotschwanz sehr, sehr schlecht aus. Aber dies ist nicht nur hier so. Denn die Bestände des Gartenrotschwanzes sind trotz vereinzelter regionaler Erholungen spätestens seit Beginn der 1980er Jahre stark rückläufig. Vor allem die Zerstörung seiner Lebensräume bei uns und Veränderungen in den afrikanischen Überwinterungsgebieten durch verstärkten Pestizid- bzw. Insektizideinsatz und die Ausdehnung der Sahel-Zone sind wahrscheinliche Gründe dafür.


Der Gartenrotschwanz steht auf der Vorwarnliste der gefährdeten Brutvögel in Deutschland.

Und hier kommen die Berichte unserer Spaziergänge 2011.


21. Mai 2011


frdl. Dank an K.H. Laske



Das war eine schöne Begrüßung an diesem Morgen: noch ehe sich die Gruppe vollständig zusammengefunden hatte, wurden die Ersten bereits von einem Distelfink oder Stieglitz von seiner Singwarte, einem hohen Baum neben der Kirche, begrüßt.

Er findet sich leider immer seltener in der Region, Folge des Rückganges seines bevorzugten Lebensraumes, Brachflächen mit ausgedehnten Distelbeständen.

Häufig zu sehen und auch an diesem herrlich sonnig-warmen Morgen zur Begrüßung da: einige Mauersegler, die in großer Höhe ihr sichelförmiges Flugbild zeigten.

Der gemeinsame Weg führte uns sodann zum Köckerhof, wo uns zunächst die für bäuerliche Umgebungen typischen Vögel begegneten: Rauch- und Mehlschwalbe, Bachstelzen, eine Gebirgsstelze, ein Tumfalke, der uns von einem Hoch- spannungsmast argwöhnisch beäugte, auf einer Wiese ein Nilgans-Pärchen, schließlich der ebenfalls deutlich seltener gewordene Haussperling.

Dann aber eine Riesenüberraschung: nach mehreren Jahren vergeblichen Wartens in der Ferne ein Kuckuck, wegen seiner starken Bedrohung "Vogel des Jahres 2008". Sogar mehr als ein Pärchen hält sich in diesem Jahr in der Gegend auf. Am frühen Morgen war das örtliche Paar noch gleichzeitig mit mindestens einem weiteren singenden Männchen zu sehen gewesen, übringens sogar gleichzeitig mit einem Eisvogel, der gerade eine "Abkürzung" zwischen zwei Bächen flog.

Tatsächlich aber galt die Suche dem  Braunkehlchen und dem Steinschmätzer. Für beide hätte es schon besonderen Glückes bedurft, beide sind ebenfalls nur äußerst selten hier anzutreffen. Am sehr frühen Morgen hatte Pfarrer Jacobs beide angetroffen: ein weiblicher Steinschmätzer hatte wenig scheu auf den Zaunpfählen am Rand des brachenähnlichen Geländes gesessen, das männliche Braunkehlchen eine Wiese von seiner Sitzwarte aus beobachtet.


12. März 2011


Die Singdrossel



Kalt war es am frühen Morgen des 12. März 2011, dem ersten der diesjährigen Vogelstimmenspaziergänge! Aber es war auch klar, und am Ende kam sogar ein wenig die Sonne heraus. Und so waren sie denn auch gut zu sehen und vor allem weit zu hören, die Wintergäste und die Frühheimkehrer.

Die lange Pause seit dem letzte Jahr war in der Gruppe der "Hörer" schon zu spüren, nicht jede der vielfältigen Stimmen wurde auf Anhieb erkannt: Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Zaunkönig machten noch einige Schwierigkeiten. Klar zu erkennen war jedoch die Singdrossel, die gerade erst ein paar Tage zurück in Ostwestfalen war; unüberhörbar auch der Buntspecht, der in der nahen Aue hinter der Kirche einen gewaltigen hohlen Baum gefunden hatte, einmal - in der Ferne - das "Lachen" eines Grünspechts.

Und hier die anderen Stimmen, die wir an diesem Morgen unterscheiden konnten: Erlenzeisig, Grünling, Amsel, Goldammer, Blaumeise, Schwanzmeise, Kohlmeise, Elster, Gimpel, Kleiber, Buchfink und einige heisere Raben.Der Spaziergang verlief in der unmittelbaren Nachbarschaft der Kirche, also in bebauter Umgebung; hier finden sich viele Vögel, die die Nähe zum Menschen nicht scheuen, eher sogar bevorzugen.


 




Und hier befinden sich einige Berichte aus den Vorjahren

(Eine technische Panne hat eine Reihe von Bildern und Berichten dahingerafft;
wir bemühen uns, sie aufzuspüren und wieder einzustellen...)

 

2. Mai 2009

 

Der Spaziergang am 2. Mai 2009 führte uns in die Gegend beim Hofe „Meyer zu Müdehorst“ an der Schröttinghauser Straße. 
 
In einer von Cyrill geschlagenen Lichtung galt unsere Aufmerksamkeit insbe- sondere dem Zaunkönig, dem ZilpZalp, dem allgegenwärtigen Buchfink, dem Rotkehlchen und vor allem der Mönchsgrasmücke. Das dichte Laub verhinderte, dass wir die Sänger zu dieser frühen Morgenstunde sehen konnten.

Als Einzige zeigte sich die Singdrossel, die als typischer "Wartensänger" die Spitze eine hohen Baumes bezogen hatte. Zu hören waren aber alle sehr deutlich.

Nach einer kurzen Erläuterung zu den 1948 entdeckten und freigelegten (später wieder verschlossenen) Grundmauern einer um 800 entstandenen Kirchenanlage ging es weiter über den Schwarzbach in den Wald; leichter Nebel lag noch über den Feldern, aus denen neugierig zwei Rehe lugten.

Die Stimme der Möchsgrasmücke zu erkennen ist eine immer neue Herausforderung: ihr typischer Gesang beginnt mit einer leise schwätzenden Strophe und nimmt dann an Lautstärke zu. Die aus flötenden Tönen bestehenden kurzen Strophen klingen ‚überschlagend‘. In diese werden auch Geräuschen ähnelnde Teile und teilweise Imitationen anderer Vögel eingefügt. Der Gesang wird, vor allem nach der Rückkehr aus dem Überwinterungsgebiet, zur Balz lang und mit zunehmender Brutzeit kürzer vorgetragen.

 

4. April 2009


An diesem Morgen ging es weniger um die Vielfalt der Stimmen, als vielmehr um die Beobachtung eines bei uns stark bedrohten Vogels, des Kiebitz. Auch wenn Kiebitze während der Balz und der Brutzeit recht stimmfreudig sind, gehören sie sicher nicht zu den begnadeten Sängern; immerhin hat ihnen ihr lauter Ruf „kiju-wit“ ihren Namen eingetragen (auch holländisch: "Kievit").


Dafür ist er in der Paarungszeit aufgrund seines Balzfluges, den wir gut beobachten konnten, nicht zu übersehen: hier vollbringt das Männchen akrobatische Flugmanöver mit seitlich kippenden Sturzflügen. Es wirft sich laut rufend in der Luft hin und her und trudelt senkrecht zu Boden, wobei die Flügel die laut wummernden Geräusche verursachen.

Kiebitze sind Bodenbrüter und bevorzugen offenen, flachen Landschaften mit kurzem oder gar keinem Gras, Wiesen und Weiden, gerne auch Gewässerrändern, auf Feuchtwiesen, Heiden und Mooren.

Viel häufiger, als bei uns, wo seine Bestände rückläufig sind, findet er sich in Norddeutschland und den vorgelagerten Inseln.

 

7. März 2009


Die nach dem Schwarzspecht größte Spechtart ist inzwischen auch in Dornberg wieder heimisch; bei einer Bestandserhebung vor einigen Jahren waren in Bielefeld nur noch wenige Grünspechte überhaupt bekannt geworden. Heute scholl uns das typische Lachen gleich von drei verschiedenen Seiten gleichzeitig entgegen.

Er machte aber erst den Anfang einer Vielzahl von Stimmen, die wir hören und bestimmen konnten. Einfach noch war das Erkennen von Krähen, Elstern, Amsel und Buntspecht.

Schon schwieriger fiel die Unterscheidung der allgegenwärtigen Kohl- und Blaumeisen. Und sehr genau hinhören mußten wir bei Rotkehlchen, Grünling, Gimpel, Zaunkönig und Heckenbraunelle; gerade sie war es, die uns nach der langen Pause einige Schwierigkeiten machte. 

Wieder deutlicher zu erkennen waren: Kleiber, Ringeltaube und die Singdrossel, die erst seit einigen Tagen wieder in Bielefeld ist.

Noch sehr unauffällig ließen sich Gartenbaumläufer, Goldammer und Buchfink hören, ihre Zeit war es an diesem kalten Morgen nicht.


Zwischendurch zogen 2 Schwäne über uns hinweg, ein Graureiher landete ganz in unserer Nähe vorsichtig in einer Baumkrone, ein großer Eichelhäher beäugte uns mißtrauisch. 

 

Und hier finden sich weitere Berichte aus den Vorjahren

 

Vogel des Jahres 2008: Der Kuckuck


Junger Kuckuck und Teichrohrsänger





Früher hatte ihn jeder schon einmal gehört, heute ist das leider bei jüngeren Menschen nicht mehr selbstverständlich. Vor allem aber: kaum einer kennt ihn wirklich, den Kuckuck.

Dass er ein sogenannter "Brutparasit" ist, der seine Eier in die Nester von Wirtsvögeln legt, ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist, dass er unter den Zugvögeln ein sogenannter Langstreckenzieher ist und mit zwischen 8.000 und 10.000 Kilometern Zugweg (überwiegend nachts!) weit südlich des Äquators überwintert.

Inzwischen ist sein Bestand erheblich gefährdet: Ursache ist der Mangel an Nahrung, vor allem aber der Rückgang an Wirtsvögeln: jedes Kuckucksweibchen ist mit seinen eigenen Eiern spezialisiert auf die Eierfärbung einer bestimmten Vogelart, in deren Nest die eigenen Eier besonders wenig auffallen...

Ab Mai wird der Kuckuck wieder zurück sein. Ob wir ihn aber in Dornberg und Umgebung hören werden? Vielleicht haben wir Glück...

 

22. Mai 2008

 

Einen schöneren Morgen hätten wir uns nicht wünschen können für diesen letzten unserer diesjährigen „Vogelkundlichen Spaziergänge“: ein Fest für die Sinne: warm war es, sonnig, mit dem Duft der ersten frisch gemähten Wiesen und eine Fülle von Rufen und Gesängen aus den inzwischen dicht belaubten Bäumen und Sträuchern.


Bei Treffen an der Kirche zeigte sich, dass der beim letzten Treffen erstmals gesehene Hausrotschwanz die ein Jahr vakante Stelle des „Kirchenrotschwanzes“ vollständig übernommen hatte und nun von höchster Stelle, dem Kreuz auf dem Kirchendach, deutlich vernehmbar sang. Zwischendurch strich ein Turmfalke um die Kirche: vielleicht haben die Mühen auch der Messdiener Erfolg, die in der Vergangenheit eine Vielzahl von Falkenkästen gebaut und in den Schalllöchern des Kirchenturms eingesetzt haben.


Die anschließende Exkursion führte uns an den Hang des Hengeberges; dort wurden wir auf einer der selten gewordenen Streuobstwiesen von einem Star empfangen: er saß im Astloch eines knorrigen alten Obstbaumes und beobachtete uns argwöhnisch.


Von der Vielzahl der Vögel, die wir – zum Teil nur mit erheblichen Mühen - unterscheiden konnten, seinen nur genannt: die Dorngrasmücke, der der Schwerpunkt der Aufmerksamkeit galt, Goldammer, Bluthänfling, Zilpzalp, Amsel, Winter- und Sommergoldhähnchen, Sumpfrohrsänger.


Den Kuckuck haben wir bei allen Anstrengungen nicht gehört in diesem Jahr; aber wir werden warten, ob er nicht im nächsten Jahr wiederkommt...

 

 

26. April 2008

 

 


Welch ein Auftakt an diesem Tag: von einer Kante des Kirchturms zeigte sich ein junges, noch nicht ausgefärbtes Hausrotschwanz-Männchen; mit seinem gut erkennbaren Gesang machte es deutlich, dass es von der Kirche und ihrer Umgebung Besitz ergreifen will; bis auf die Turmspitze hat er es allerdings noch nicht geschafft. Aber: nach einem Jahr gibt es in Heilig Geist wieder einen „Kirchenrotschwanz“.


Noch auf dem Parkplatz zeigten sich eine Reihe anderer Vögel und ließen sich vor allem hören: Grünfink, Gimpel, Zaunkönig und - als Vorgeschmack auf die Dornberger Auen - Mönchsgrasmücke und Heckenbraunelle.


Ziel des heutigen Spaziergangs waren die Feuchtgebiete in der Nähe des Arroder Weges. Hier machte wenig später das Erkennen und Unterscheiden der Stimmen von Mönchsgrasmücke und Heckenbraunelle noch erhebliche Probleme. Weniger schwierig war das Erkennen des imposanten Trompetens einiger Kanada-Gänsen, die sich zur Überraschung unsere Gruppe auf einem nahe gelegenen Weiher eingefunden hatten.
Diese großen Tiere sind erst seit einiger Zeit außerhalb Kanadas heimisch geworden und bilden bei uns inzwischen recht große Gruppen.


Auf den umliegenden Bäumen huschten kaum sichtbar einige Baumläufer die Stämme hinauf; da sie nur aufwärts klettern können, müssen sie nach Erreichen der Bauspitzen wieder herunterfliegen.


Schwieriger wurde es wieder, als sich am Ende des Spaziergangs ein Wintergoldhähnchen zart vernehmen ließ. Auf einer nahe gelegenen baumlosen Feuchtwiese waren zum Abschluss noch einige Wiesenpieper zu hören; sie befinden sich offenbar auf der Durchreise in ihre Sommerbrutgebiete.


 

 

5. April 2008

Aus dem Vogelstimmengewirr an diesem 5. April 2008 fiel sofort deutlich der typische Ruf des Zilpzalp auf: er ist seit unserem letzen Spaziergang der erste Rückkehrer, der sein Wintergebiet verlassen und zur Brut in unsere Gegend zurückgekehrt ist. Wie der Kuckuck ist er – nicht nur in Deutschland – nach seinem gut erkennbaren Gesang benannt. Deutlich zu hören auch der winzige aber stimmgewaltige Zaunkönig und die Heckenbraunelle. Sie alle bevorzugen halbhohe Hecken, in denen sie Schutz finden. Ganz anders die Singdrossel, die als Wartensänger auf hohen Baumspitzen sitzend nicht nur gut zu hören, sondern vor allem auch zu sehen war.


Höhepunkt des Spazierganges aber war der – viel zu schnelle – Vorbeiflug eines Eisvogels. Schon vor zwei Jahren gesucht (Foto dort), haben wir ihn diesmal endlich gesehen: mit kurzem typischen Pfiff angekündigt sauste er blitzschnell durch einen langen Bachgraben.




 

 






Rückblick auf 2007


Der dritte Vogelstimmenspaziergang am 19. Mai 2007 führte uns zum Dornberger Friedhof.
In der von Menschen geschaffenen Umgebung finden sich eine Vielzahl unter-
schiedlicher Bruthabitate: Rasenflächen, Bodendecker, kleinere und größere Sträucher, vereinzelt oder in Gruppen stehende Bäume bieten unzähligen Vogelarten einen geeigneten Lebensraum. Schon das erste „Einhören“
(„Schließen wir einfach die Augen und versuchen, zu hören..“) erschloß eine Fülle unterschiedlichster Stimmen; dabei konnte auch das Rauschen der gelegentlichen heftigen Regenschauer das Konzert kaum beeinträchtigen.

 


Die Amsel


Star des Morgens war die Amsel: als typische Wartensänger bevorzugen die Männchen einzeln stehende hohe Bäume und stimmen in angrenzenden Revieren
- oft direkt nebeneinander sitzend - eine Art Wettstreit oder einen Kontergesang an.
Der melodiöse Gesang der Amsel ist sehr häufig zu hören und daher vielen Menschen geläufig. Sie gilt als besonders begabt in der Erfindung und Variation von Strophen und Motiven, die für menschliche Ohren eingängig und gefällig wirken. An- und abschwellende Folgen von Drei- oder Vierklangmotiven, und ganze Liedfolgen werden vorgetragen. Gepaart mit Trillern und anderen Lauten ergibt sich ein sehr abwechslungsreicher Gesang.


Sehr viel schwerer fielen uns Bestimmung und Unterscheidung von Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke; hier fängt offenbar die "hohe Schule" der Vogelstimmenerkennung an. Wollen Sie es versuchen?



Nicht zu hören, aber - trotz des schlechten Wetters - in großer Höhe über uns zu sehen: die Mauersegler mit ihren typischen sichelförmigen Flugbild.

 


Der große Mauersegler

Mauersegler sind exzellente Flieger: sie können im Segelflug schlafen...

28. April 2007


Der Zaunkönig

Die große Wärme der letzten Tage hatte bereits sehr früh im Jahr zu üppigem Grün der Bäume und Sträucher geführt. So galt es, gut hinzuhören in das Stimmengewirr des frühen Morgens.

Unüberhörbar war der Zaunkönig, äußerlich klein und eher unscheinbar, aber von einer "großen" Stimme.


Sehr leicht machten es uns aber die Nächsten, die Rauchschwalben typisch auf einem Draht, der andere - ein angesprochener "Wartensänger" - gut sichtbar in der Spitze einer Tanne:

 

Rauchschwalben
Zwei Rauchschwalben
Hausrotschwanz
Der Hausrotschwanz



Diese beiden Bilder der Rauchschwalben und des Hausrotschwanzes wurden während unseres Spazierganges mit einer Digitalkamera durch ein Spektiv mit 30facher Vergrößerung fotografiert; es sind damit "Life-Bilder" und zeigen, wie nah wir den Vögeln kommen. Sowohl die Rauchschwalben wie auch der Hausrotschwanz ließen sich - wie noch viele andere Vögel an diesem schönen Morgen - auch deutlich vernehmen, bitte anklicken.

 


Vogel des Jahres?

Vogel des Jahres 2007: Der Turmfalke, links oben auf "Beutesuche" ...

10. März 2007


Der Erlenzeisig

Bei unserem ersten Spaziergang am 10. März 2007 ging es darum, die Stimmen derjenigen heimischen Vögel erkennen zu lernen, die im Winter bei uns geblieben sind. Auch einige „Wintergäste“ aus dem Norden Europas halten sich noch bei uns auf. Später kehren Zugvögel zurück, deren Stimmen das morgendliche Konzert vergrößern und verwirrender gestalten.

Zu diesen Wintergästen gehört der Erlenzeisig.
Wie angekündigt war er gut zu sehen und zu hören: noch schwirrt er gegenwärtig in großen Schwärmen über Felder und durch Gärten: doch nur zwischen Oktober und Ende März ist er bei uns heimisch. Brutreviere sind die Nordischen Wälder und Gebirge.


Nicht zu überhören und schließlich auch nicht zu übersehen war der Buntspecht, der in den Dornberger Auen genug Totholz findet, um sein Revier trommeld bekannt zu machen.

 


Der Buntspecht

Von den vielen Vögeln, die noch zu hören waren, zwei akustisch besonders Auffällige:

die Singdrossel, wenige Meter vor unserer lauschenden Gruppe

der Grünspecht, nicht zu sehen, dafür aber auch aus großer Entfernung nicht zu überhören.


 

 

Ob wir ihn in diesem Jahr sehen ?

 

Der Turmfalke, Vogel des Jahres 2007


Auch er ist bei uns zu Hause, allerdings eher über den Feldern Dornbergs zu sehen. An unserer Kirche wurden von den Messdienern vor im Jahr 2006 eigene Nistmöglichkeiten im Kirchturm für diesen Vogel geschaffen.
Foto: NABU/A. Klein

 

 






 

 

Und hier sind die Berichte der Spaziergänge aus 2006:




Die Spannung war groß beim letzten Treffen am Samstag, den 20. Mai 2006 um 7:00 Uhr: im Mai sind endlich auch die letzten Zugvögel zurück, deren Stimmen das morgendliche Konzert vergrößern und verwirrender gestalten. Ob wir wohl wieder - wie im letzten Jahr 2006 - den herrlichen Gesang der Nachtigall vernehmen würden?

 

Es wurde zu einem echten Vogelstimmenspaziergang: nach zwei warmen Wochen war die Natur geradezu explodiert: das dichte Laub machte es schwierig, die Vögel zu sehen, hinzu kam der ausgesprochen böige Wind.


Gut sichtbar präsentierte sich allein das Rotkehlchen.

Nicht ganz so selten, und vor allem nicht ganz so scheu:

Die Goldammer
Die Goldammer

Sie zeigte sich nur wenige Meter von unserer Gruppe.

Die Goldammer, verbreitet auch "Bauernkanari" genannt, lebt in offenen, abwechslungsreich strukturierten Kulturlandschaften mit Sträuchern, Hecken und Obstbäumen, sowie an Waldrändern, Lichtungen und Randlagen von Ortschaften.
Wie bestellt präsentierte sie ihren typischen Gesang, der volkstümlich mit "wie, wie hab ich dich so lieb" beschrieben wird.

 

Die Überraschung vom 9. April 2006

Der Schwarzspecht
Der Schwarzspecht


Der Schwarzspecht, größte Spechtart Europas und hierzulande kaum bekannt, - völlig schwarz mit rotem Kopf - hat sich in den Dornberger Ebene neu angesiedelt.


Nach gezielter Suche zeigte er sich und flog eigens dicht an den interessierten Betrachtern vorbei.

 

Gesucht, aber nicht gefunden, noch nicht


Der Eisvogel

Was die Wenigsten wußten: auch der Eisvogel ist in Dornberg heimisch; aber er ist scheu, sehr scheu und nur selten an sehr speziellen Plätzen zu beobachten.

Den haben wir beim erstem Spaziergang am 11. März 2006 gesehen...

Der Kleiber
Der Kleiber - Vogel des Jahres 2006

 

Der Kleiber ist auch in den Dornberger Auen in unmittelbarer Umgebung unserer Kirche heimisch und so oder ganz ähnlich zu sehen.
Foto: NABU M. Delpho

Sie suchen...