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Unsere Glocken

Die Symbole auf unseren Glocken


Verschaffen Sie sich gerne zuerst einmal einen kleinen akustischen Eindruck davon, wie es klingt, wenn in der Osternacht die Freude über die Auferstehung mit festlichem Klang der Glocken und Schellen begangen wird:

Glockengeläut

 

Kirchenglocken, wie die in unserem Turm, können nie lange am Boden betrachtet werden. Sie wurden gegossen und zu uns gebracht. Dann zog man sie nach der Segnung ins Gemäuer des Turms. So haben wir nur vor unserem inneren Auge ein Bild unseres Geläutes, alle sechs Glocken in harmonischer, rhythmischer, tanzender Bewegung. Wir sehen nichts, aber die Ohren und das Herz vernehmen die sechs Klänge in ihren sechs Botschaften.
Die verborgene Quelle des Klanges im Turm ist wie ein Bild der Gegenwart Gottes: Wir wissen, dass es Gott gibt, er hat sogar auf Erden seine Gegenwart bezeugt – dennoch vernehmen wir seine Botschaften nie so, dass wir ihn selber sähen. Aber diese verborgene Gegenwart ist äußerst kraftvoll.
Die Messdiener müssen unsere Glocken mit Hand zum Läuten bringen, sie machen sich zum Werkzeug Gottes, der seine Botschaft zu den Menschen der Gemeinde tragen möchte.
Jede Glocke ist mit bronzenen Bildern geschmückt, und jede einzelne Glocke steht auch für eine besondere Botschaft. Einige davon möchten wir Ihnen vorstellen.


Glocke 1 - Auferstehung - "Halleluja neues Leben“


Das Motiv zeigt den auferstandenen Christus, angelehnt an die Darstellung auf dem Wandteppich von Frau Magdalena Hofmann-Soare in unserer Kirche. Die Auferstehungsglocke soll mit ihrem Klang an allen Festen des Kirchenjahres und an allen wichtigen Lebensstationen der Gläubigen an dieses Ziel christlichen Lebens erinnern. Sie läutet, wenn Gott einen Menschen aus diesem Leben zu sich gerufen hat, sie läutet nach einer Taufe, sie läutet nach jeder Trauung…
Ton: fis`-2


Glocke 2 - Christus ruft - "Kommt alle zu mir“


Das Motiv nimmt Bezug auf das Wort Jesu: “Kommt alle zu mir, die ihr Euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch Ruhe verschaffen“. Mit ihrem Klang ruft uns Christus zu allen Sonntagsmessen und erinnert an sein Angebot, uns Menschen Trost und Zuspruch zu geben. (Mt 11.28)
Das Motiv, ebenfalls nachempfunden einem Wandteppich von Frau Magdalena Hofmann-Soare in unserer Kirche, zeigt das Volk Gottes, wie es auf das “Himmlische Jerusalem“ zuwandert, das ihm in der Krone Christi und dem Heiligen Geist entgegenkommt.
Ton: ais`-4


Glocke 3 - Maria Königin des Friedens – "Bitte für uns“


Die Glocke läutet mindestens 3x täglich wenn sie zum Gebet des “Engel des Herrn“ ruft. Sie wird geziert von einem Bild der Schutzmantelmadonna, die auf der Weltkugel steht. Besonders Maria möge unser Gebet um Frieden in dieser Welt vor Gott tragen. Unter ihrem Mantel birgt Maria auch unsere Pfarrkirche Heilig Geist. Die Gottesmutter ist wegen ihrer größten Gottesnähe die stärkste Fürsprecherin der Christenheit und der ganzen Menschheit zum Schutz der Kirche und des Friedens auf der Erde.
Ton: h`-1



Glocke 4 - Tarzisiusglocke - "Lass dir Christus nicht entreißen"


Tarzisiusglocke ist die Glocke der Messdiener.

Sie haben schon vor der Kirchweihe unter großem Einsatz das meiste Geld für diese Glocke gesammelt. Der Hl. Tarcisius ist der Schutzpatron der Messdiener.

Die Glocke trägt neben seinem Bild und seinem Namen als sein Symbol das eingearbeitete XP = die griechischen Buchstaben "chi" und "rho", also das Christusmonogramm mit Lorbeerkranz, Ähre und Traube und der Schrift: „Lass dir Christus nicht entreißen“, Pfarrei Heilig Geist, Bielefeld 1991.

Ton: cis``-2




 

 


Glocke 5 - Veni Creator Spiritus - "„Zur Erinnerung an die Heilig-Geist-Kirche Wellensiek 1944-1991"


Diese Glocke ruft den Heiligen Geist als Schutzpatron unserer Kirche an und erinnert zugleich an die alte Heilig Geist Kirche im Wellensiek, die unsere Gemeinde vor dem Bau der neuen Kirche aufgeben musste.

In der bildlichen Darstellung senkt sich die Taube als Sinnbild des Geistes auf die Erde, ein Motiv, das jenem über der Eingangstür der alten Kirche ähnelt und sich auch auf dem heutigen Siegel unserer Pfarrei findet.

Ton: dis’’-2


Glocke 6 - Heilige Familie - "„Zur Erinnerung an die Kirche Heilige Familie, Hoberge-Uerentrup 1964-1991"


Die Gemeinschaft jener Menschen, mit denen Jesus aufwuchs, hat mehr zum Heil der Erde beigetragen, als menschlicher Verstand oder moderne Technik zu erreichen vermag. Auch für heutige Gläubige bleibt die Familie die wichtigste Keimzelle des Lebens und der Liebe.

Dem Schutz der Heiligen Familie war die Kirche in Uerentrup geweiht, die von unserer Pfarrei mit dem Einzug in das neue Gemeindezentrum aufgegeben werden musste.

Ton: fis’’+1


Das Motiv Siegespalme, Ähre, Traube, Christussymbol und Heiliger Geist auf allen Glocken


Alle Glocken wurden von der traditionsreichen Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen. Das Klangkonzept wurde schon 1991 vom Glockensachverständigen der Erzdiözese Paderborn, Pfr. Dr. Gerhard Best, erstellt. Dabei wurde ein passender Klang zum Geläut der umliegenden evangelischen Gemeinden gewählt, so dass bei gemeinsamem Läuten eine starke und wohlklingende akustische Botschaft entsteht.

Die Messdiener unserer Pfarrei ermöglichten durch ihr Engagement und ihre Sammlung schon vor der Kirchweihe die Anschaffung der oberen drei Glocken, die übrigen Glocken konnten nach einer zweckgebundenen Spende angeschafft werden. Weitere Spenden dankbarer Gemeindemitglieder werden deshalb zur Gänze dem Solidaritätsprojekt der Pfarrei in Porto Allegre, Brasilien, zugeführt.


Nur zwei Glocken können mit einem Motor betrieben werden, die übrigen vier werden von den Messdienern mit Hand geläutet. Dies hält die ursprüngliche liturgische Bedeutung der Glocken als „helfende Rufer“ zum Gottesdienst lebendig. In der Erzdiözese Paderborn ist die Heilig Geist Kirche, Bielefeld, die einzige Pfarrkirche, deren Glocken mit Hand geläutet werden.

 



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